Anbei ein lesenswerter Artikel zum Verständnis der Partei die LINKE zu 68 pp:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,551477,00.html
"Der Sozialismus ist gar nicht tot. Er nimmt nur einen neuen Anlauf. So sehen es die meisten der 1600 Studenten, Schüler, Wissenschaftler und Gewerkschafter, die am
Wochenende aus der ganzen Republik in die Hauptstadt kamen. Der SDS als Hochschulverband der Linkspartei hatte zu einer 68er-Nachlese an die Berliner Humboldt-Uni geladen. Über dem Hauptportal
der Universität prangte in Lila ein Stofftransparent mit der Aufschrift: "Sozialismus - und zwar Flatrate.""
M.E. ist zum einen zu hinterfragen, ob "DIE LINKE" auch nur irgend etwas mit dem politischen Erbe von "68" zu tun havben soll. Wir erinnern uns: Die LINKE ist entstanden nach einer Fusion der
Partei PDS (rechtlich die Nachfolgepartei der SED) und der Partei der SPD-Frustrierten, der 2004/05 gegründeten WASG. Der Anteil der PDS, personell und ideologisch, dürfte den Anteil der WASG
erheblich überschreiten.
Die PDS und "68"?Die PDS als SED-Nachfolgepartei ist zunächst in erster Linie Ostdeutschland-geprägt. Erst durch die Fusion mit der WASG zur LINKE erhält die alte PDS doch erst Zugang zu den
westlichen Parlamenten. Das haben Gysi und Co immer wieder betont.
Die PDS-Altvorderen hätten sich 1968 ganz schön gewundert, wenn es in Ostdeutschland eine ähnliche Freiheitsbewegung mit dem wesentlichen Element "Auflehnung" gegeben hätte. Übersehen wrd hier,
dass die APO nicht nur links, sondern vor allem auch liberal bestimmt war, weil es darum ging, sich "gegen das Establishment", gegen alles Hergebrachte aufzulehnen.
Außerdem: Warum mit einer Politik für morgen am lange vergangenen Gestern anknüpfen? das Faszinosum, das 68 umgibt, ist nachvollziehbar, zumindest für mich. Dank an die damaligen
Akteure!
Aber: All dies ist Geschichte, schon lange.
M.Kupfer
von M.Kupfer
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"68" und Co.
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zu o.g. Thema hier ein lesenswerter Link aus Spiegel-Online, "Eines-Tages":
http://einestages.spiegel.de/external/ShowAuthorAlbumBackground/a1859/l28/l0/F.html#featuredEntry
Frage Nr.1: Betrachtet man die damalige Poltik der "Bürgerlichen" um Charles de Gaulle - lassen sich Parallelen zu heute ziehen?
Ein Auszug aus dem Beitrag zur damaligen Bildungsmisere:
"Auch an den Hochschulen rumort es. Die Universitäten befinden sich in einem hoffnungslosen Zustand. Selbst bei den Naturwissenschaftlern wird nach Methoden aus dem 19. Jahrhundert gelehrt. Die
Vorlesungen sind überfüllt, die Baby-Boomer drängen sich in den Hörsälen wie auf den Bänken einer Grundschule. Statt zu reformieren, geht der Staat auf Sparkurs; die
Hürden zur Hochschule werden höher gelegt. Aufstieg über Bildung wird jetzt schwerer, während die Professoren auf ihren Elite-Status pochen."
Frage Nr.2: Wie betrachtet man heute, 40 Jahre danach die legendären Auseinandersetzungen? Immerhin - die Proteste liefen Richtung Revolution:
"Nach den Jahren der Zerwürfnisse schaut das Land 1968 nach innen, auf Ungleichheiten und gesellschaftliche Verwerfungen. Im Winter 1967 streiken die Textilarbeiter in Lyon; als die Rezeptgebühr
erhöht werden soll, bricht in Le Mans offener Aufruhr aus, der brutal niedergeknüppelt wird, und während eines Tarifstreits in Caen bauen junge Metallarbeiter erstmals Barrikaden. Erst drei Jahre
zuvor ist der blutige Algerienkrieg mit der Unabhängigkeit der französischen Kolonie beendet worden.
Und die Wurzeln des Mai 68 reichen noch weiter zurück: Nach Streiks in den Kohlegruben Nordfrankreichs 1963 hatte Präsident Charles de Gaulle die Region unter militärische Kuratel gestellt; die
Kumpel hatten ihren Ausstand dennoch fortgesetzt. Im gleichen Jahr findet das Festival von "Salut les copains" statt, ein frühes französisches Woodstock, bei dem sich bei amerikanischer Musik
rund 100.000 Jugendliche aus dem Bürgertum uns aus den Arbeitervorstädten verbrüdern. Damals wird auch die Messe in Latein abgeschafft und der Sozialist Francois Mitterrand fordert in seinem
Wahlprogramm das Recht auf Verhütungsmittel."
M.Kupfer
von M.Kupfer
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Was gab es eigentlich an elektronischer Musik vor der Techno-Phase der 90er Jahre? An tanzbarer Musik a la Love Parade eher wenig, dafür aber eine Vorform von Trance.
Eigentlich gehören die "Schwingungen" weniger in den Bereich Rock. Aber wohin dann? Na, das mit den "Schwingungen" war so: Es handelte sich um eine speziellle Radiosendung im WDR. Die lief
donnerstags von Januar 1984 bis Ende März 1995, moderiert von Winfried Trenkler, bis einschließlich 1986 alle 14 Tage, ab 1987 wöchentlich. Diese Sendung begann immer mit Harald Großkopf's
Stück "So weit so gut".
Der Bogen zum Rock kann sicher über die Schiene Art Rock und Psychedelic Rock aus den 60er/70er Jahren gezogen werden. Winfried Trenkler spielte
uralte Stücke aus den frühen Tagen von Tangerine Dream
(link, s. auch
http://www.youtube.com/watch?v=XuVjRAflt6g&feature=related)
(http://www.youtube.com/watch?v=NqE99VqzCU8&feature=related) ,
Tangerine Dream veröffentlichten in den 80ern einiges Neues z.B.:
1984: Live-Album eines Konzerts in Polen
1985: Le Parc
1988 "Song of The Whale - from Dawn To Dusk".
Zu den übrigen "alten" Interpreten gehörten außerdem Klaus Schulze, Eroc, Ash Ra Tempel, Michael Rother, - alleine und mit "Neu" -, Amon Düül, Less Mc Cann
(eher Jazz), Bo Hansson, Jean Michel Jarre. Klaus Schulze veröffentlichte 1985 "Interface", von Jean Michel Jarre gab es in den 80ern zwei erwähnenswerte Werke, nämlich "Zoolokology" (1984) - ein
abgedrehtes, von Soundeffekten (Supermarkt??) durchsetztes Album. Besser, sehr viel besser erschien "Rendezvous" (1986) mit dem an eine Raummission im Jahr 1986 - mit tragischem Ausgang -
erinnert wurde.
Neuere Dinge liefen von Robert Schroeder, Philip Glass, "Mind over Matter" aka Klaus Hoffmann-Hoog, Nik Tyndall, Yello, ELM, Twice a Man, Peter Davison, Adalbert von Deyen, Dieter Schütz, Claude
Larsson, Mergener/Weisser, Rainer Bloss, Cocteau Twins, Triatma, Serge Blenner, Kitaro, Gandalf, Dennis Hart, Peacock, Double Fantasy, Peter Schäfer......
In der ersten Sendung "Schwingungen" Anfang Januar 1984 lief am Ende das Stück "Tubular Bells" von Mike Oldfield (1973) in voller epischer Länge von über 20 Minuten. Als
Schüler der Oberstufe verfolgte ich die Sendung später nicht weiter (22:30-0:00 Uhr war für mich mit 17 Jahren einfach zu spät).
Im Sommer 1984 (Ferien!) schaltete ich mal zufällig hinzu, als Winfried Trenkler ein Stück aus Walter Carlos "Sonic Seasonings" - nämlich
passenderweise "Summer"- laufen ließ.
Carlos hatte 1972 auf einem Doppelalbum die vier Jahreszeiten vertont, teils mit Synthis, teils mit Klängen aus der Natur. Für jede Jahreszeit nahm er sich eine LP-Seite Zeit.
"Summer", das waren 20 Minuten, ja, galaktisches Rauschen von einer Stereobox zur anderen. Ein wenig eintönig vielleicht, aber doch faszinierend, da experimentell und .... anders.
Mein alter Freund Ulrich, mit dem ich das Interesse für elektronische
Musik teilte, hatte "Summer" während der Sendung aufgenommen und spielte es mir später noch einmal vor.
Später im Herbst lief immerhin "Autumn" - leider hatte ich keine Cassette zur Hand. Bei "Winter" hört man Eisschollen knirschen.
Aber: Bei der Sendung am 25.10.1984 war ich erstmals mit dem Tapedeck dabei.
Soweit möglich, verfolgte ich von da an die Sendungen und nahm auf, schrieb mit (da ich mir all die vielen Interpreten beim besten Willen nicht merken konnte). Dieses ungewöhnliche Hobby betrieb
ich bis zu Beginn meines Studiums im WS 1989/90.
Ich schilderte dies bereits an anderer Stelle: Eine Kiste mit zig Cassetten steht auf dem Speicher, in gutem Zustand, wie ich neulich feststellen durfte....
Kunst oder Tatort-Begleitmusik? Oder doch eher etwas für den Fahrstuhl?
Ist das eigentlich Kunst? Oder ernstzunehmende Musik? Bei Carlos Summer oder tangerine Dreams "Phadra" kommen manchem Zweifel auf - bei mir nie.
Manch Album erinnert tatsächlich an den Tatort oder an andere Krimis im TV, vor allem die Stücke von Tangerine Dream aus den 80ern. Das war auch nicht einmal weit hergeholt. 1982 lief ein
Schimanski-Tatort mit dem titel "Das Mädchen auf der Treppe" - den Soundtrack dazu lieferten Tangerine Dream.
Die Krautrock-Band CAN lieferte 1977 den Soundtrack zu "Das Messer".
Mein Eindruck von der elektronischen Musik der 70er und 80er war: Die Künstler präsentierten zumeist experimentelle und lange Stücke, ruhig aber abwechslungsreich genug, schufen Bilder im Kopf. Sie
war genau richtig, um mit dem Kopfhörer auf dem Kopf auf seinem Bett zu liegen, nachzudenken und darüber wegzudösen, etwas zu schreiben (Brief, Tagebuch, Sonstiges) oder am Schreibtisch etwas zu
künstlerisch zu schaffen, sei es die obligatorischen Arbeiten im Fach Kunst, seien es andere eigene Werke.
Was gab es Schöneres als zu Ashra Tempels "Midnight on Mars" vom Schulalltag auszuspannen, oder vom Zivi-Geschehen?
Meine Anschaffungen damals aufgrund der "Schwingungen":
Robert Schroeder's "Brain Voyager" (1985/86) erwarb ich im April 1986. Das besondere an diesem Album: Es war mit der "Kunstkopf-Technik"
produziert. Dazu war ein künstlicher Kopf hergestellt und innen mit entsprechenden Mikrofonen ausgestattet worden, um die Akustik im menschlichen Ohr nachzuempfinen. Das war ein besonderes
Hörerlebnis, muss ich schon sagen. Vor allem das zweite Stück auf dem Album - gesungen von einer Frau, hört sich an, als befände sich die Sängerin direkt vor mir in einem leeren Raum.... Das Album
war em soundtrack für einenFilm namens "Glücksgedanken".
Mind Over Matter: The Colours Of Life" (1988): Das vom Cover her sehr an "Pink Floyd- Wish You were Here" erinnernde Album ist entspannend, kommt aber
ein wenig esoterisch daher. The Colours of Life widmete der Künstler Klaus Hoffmann-Hoog seinem damals gerade geborenem Sohn, der mit einem Baby-Juchzer verewigt wird. Der Sohn ist mittlerweile 20
Jahre alt (das Album auch, ich erwarb es irgendwann im Jahr 1988).
Klaus Schulzes "Moondawn" aus dem Jahr 1976:
Ich erinnere mich noch sehr an ein "Freie-Mitarbeiter-Wochenende" in einem Klever Jugendheim im Spätherbst 1985. Draußen stand dicht der Nebel, drinnen im Saal spielten ein paar Jungs im sonst bis
auf ein paar alte Polstermöbel leeren Saal (der sonst für Feten, OT's und anderes zur Verfügung steht) Billiard. Dazu lief bei Schummerlicht die erste Seite des Albums Moondawn. Abgedreht! Etwas
Besonderes rauchen oder irgendwelche Pilze essen muss man dann auch nicht mehr.....
Das Schulze-Album Blackdance aus dem Jahr 1972 kommt sambamäßig daher -->
Das Album Phaedra von Tangerine Dream - 1973 - erhielt ich von meinem Freund Ulrich, der sich beim Kauf offenbar vergriffen hatte. Ich fands super. Es erinnert
an eine Eis- und Schneelanschaft. Als ich das Anfang 1985 das erste mal hörte, fiel dichter Schnee in der Winternacht. Ich blickte aus dem Fenster und im Hintergrund lief Phaedra. Passender hätte
ein Soundtrack zum Wetter draußen nicht sein können....
Zu dem Album "Tangram" aus dem Jahr 1980 sagte ein Cousin damals: Das hört sich an, als leierte jemand lustlos ein Gedicht herunter. Ja, der Phantasie sind
keine Grenzen gesetzt....
Ziemlich klasse fand ich Manuel Göttschings - Ash Ra Tempel IV "Inventions for Electric Guitar" aus dem Jahr 1974:
Es ist beruhigend - und genial gespielt, fast so wie Midnight on Mars.
1989/90 endete meine "Schwingungen"-Euphorie. Gelegentlich schaltete ich mal hinzu. Aufnehmen tat ich nichts mehr. Der Abschied 1995 fiel mir gleichwohl schwer.
Danach legte Winfried Trenkler seine CD-Serie "Schwingungen" auf (Radio op CD). Ein Freund schenkte mir zu einem Geburtstag drei Folgen der Serie. Für mich war, da auf den CD's die Stücke nicht
vollständig gespielt wurden, die Angelegenheit "Schwingungen" damit vorerst beendet. Hörgewohnheiten ändern sich...
Man beachte den Begleitzettel: Winfried Trenkler veranstaltete Seminare zur frühen Geschichte deutscher elektronischer Musik....
Lang ist sie her, meine "Schwingungen" - Phase, Vieles befindet sich auf Audiocassetten, die sind womöglich historisch wertvoll, wer weiß?
M. Kupfer
von M.Kupfer
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Rock, Punk, Indie und Co
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Donnerstag, 17. april 2008
D
ie Stilrichtung Hard Rock/Heavy-Metal prägte mich etwa 10 bis maximal 15 Jahre, nämlich von Anfang der 80er Jahre bis vielleicht Mitte der 90er. Mit
ACDC und Deep Purple (s. Bild links) fing alles an.
Seit den 90ern habe ich natürlich nichts Seichtes/Gefälliges gehört, aber ich habe aufgehört, die aktuelle Heavy-Metal- Musik zu verfolgen. Mein Eindruck war irgendwann: So richtig viel Neues
kommt nicht mehr.... Womöglich irre ich mich. Wer weiß?
Vor allem aber ändern sich Hörgewohnheiten. Heavy Metal hat ziemlich viel mit Gemeinschaft und dem Gefühl zu tun, zu einer "eingeschworene Clique" zu gehören. Das gilt auch für Independent,
Crossover und anderen eher extremen Stilrichtungen.
Gar nichts zu tun hat Heavy Metal mit den beiden M-TV-Trickfilm-Deppen Beavis and Butthead.
Ab Beginn der 90er - ich war Mitte 20 - beschäftigte ich jedenfalls zunehmend mit Underground, Indie, Crossover - und Grunge hatte der klassischen Heavy-Metal Musik für meine
Begriffe den Rang abgelaufen.
Die Hochphase meiner persönlichen Metal-Geschichte spielte sich Mitte bis Ende der 80er Jahre ab.
Übrigens: Die alten Metallica-Scheiben oder die von Slayer höre ich nach wie vor leidenschaftlich gerne. Aber was jetzt, also 2008, so angesagt ist, weiß ich nicht.
Aber von vorne:
Anfang der 80er Jahre war Hard-Rock der Stil für die ganz Harten aus dem Garten.
Heavy Metal kam gerade so auf.
Hard Rock, das waren AC/DC, Kiss, Foreigner, Rainbow, Whitesnake, Saxon, Deo, Scorpions, Van Halen, Ram Jam (Black Betty), Uriah Heep, Black Sabbath, Status Quo und Golden
Earring.
Heavy Metal waren vor allem Iron Maiden und Motörhead. Was ich
1982/83 als NDW- und Bowie-Hörer noch nicht wusste, war dass eine junge Band aus den USA unter der Leitung eines James Hetfield ihr erstes Album produzierte, das da hieß "Kill 'em All". Das Cover
zierte schwarz-rot-weiß einen Hammer, den Schatten einer Hand und Blut, sowie den typischen, noch heute verwendeten Metallica-Schriftzug. Metallica gründeten sich im Oktober 1981 in L.A.,
ein erstes Live-Album hieß 1982 "Alcoholica", richtig los ging es aber mit "Kill 'em all" im Jahr 1983.
1983/84 begann meine Leidenschaft für's Harte mit AC/DC und Deep Purple, später Led Zeppelin, Black Sabbath und Aerosmith.
1985/86 beglückte ich als DJ die Fetengemeinde im Klever Jugendheim "Effa" mit Hard-Rock und Metal, vor allem in der letzten Party-Stunde.... Die Jungs brachten ihre eigenen Heavy-Metal-Scheiben
mit - von Motörhead, Metallica, Slayer, Possessed, AC/DC, Megadeth, Iron Maiden, S.O.D..
Und die legte ich auf, damit die Post abging.
Von 1986 bis 1989 hörte ich selbst Speed, Thrash- und Heavy-Metal, während meiner Abi- und sich der anschließenden Zivi-Zeit. Meine Favoriten waren Metallica und Slayer, o.g. S.O.D.
waren auch klasse.
Der Sound war vor allem eines: Schnell, anders als Punk, und er hatte nichts mit etwa den Grindcore- oder Deathmetal-Bands von heute, also 2008, zu
tun.
Wie waren "wir" Metal-Freaks sonst so drauf? Die meisten trugen keine Matte auf dem Kopf, sondern kurze Haare, so ähnlich wie die Metallica-Typen heute. Sweat-Shirts, mit oder ohne Metal-Motiv drauf, einfache T-Shirts, die aber meist mit Metal-Motiven, Röhren-Jeans, Turnschuhe. Bloß
nicht zu schick. Wer sich aufbrezelte- wie ein Vorzeige-Metal-Freak - tat das Schlimmste in den Augen der Metalgemeindeglieder: Er war ein "Poser". Poser waren Bands wie Kiss oder Mötley Crüe
und deren Anhänger. Ging gar nicht....Alice Cooper, der alte Rocker, war trotz seiner bizarren Auftritte kein Poser. Aber der war damals ja schon nicht mehr tonangebend.
Nein, wer dazu gehören wollte, musste schon "richtigen" Metal hören und sich nicht zu übertriben
kleiden oder stylen. Ich war seinerzeit eine gekonnte Mischung aus Öko und Metal-Freak. Das sagte man
jedenfalls über mich... --------->
Ich wechselte frisurmäßig zwischen kurz und langmattig, letzteres auch aufgrund meines Faibles für die Hippie-Ära der 60er und 70er Jahre, den Anfängen des Heavy Metal.
Manche kamen mit Black-Metal, spielten mit dem Tabu der Satansanbetung mit Drudenfuß, umgedrehten Kruzifixen sowie der Zahl 666. Letzteres war mein Ding nicht. Mit der Satansanbetung konnte ich nun so ziemlich gar
nichts anfangen (weshalb ich später auch nie bei den Grufties oder Gothics irgend etwas Ansprechendes finden konnte, die
zu der Zeit etwa mehr und mehr in den Straßen wandelten).
Alkohol trank ich damals nicht, auch wenn dies zum Heavy-Metal-Umfeld dazu zu gehören scheint. Heute wäre mein damaliger Lebensstil wohl mit "Straight Edge" zu bezeichnen.
Meine Heavy Metal- Plattensammlung reicht von "ganz alt" - wer weiß denn, dass die ersten richtigen Metal-Scheiben 1968 auf den Markt kamen. In dem Jahr
gründeten sich Deep Purple, in dem Jahr erschien "Blue Cheer"'s "Vincebus-Eruptum", die allererste Metal-Scheibe ever (die sich vorn und rückwärts gespielt genau gleich anhörte) und in dem Jahr
traten MC5 erstmals auf, eine Band aus Detroit - bis in die 90er Jahre. Dann aber wird es Overcross-mäßig.
Deep Purple's "Made in Japan" ist eine große Nummer, desgleichen aber auch sämtliche Led Zepelin-Scheiben. Die ersten AC/DC-Scheiben sind unerreicht, desgleichen
Motörhead-Lemmy's "Bomber"
Die Pioniere des Speed-Metal sind in meinen Ohren Metallica und Slayer, S.O.D. brachten nnoch den Aspekt "in der Kürze liegt die Würze" ins Spiel. War das eine Art Punk-Speed-Metal?
Mein Pflichtprogramm im WDR von etwa 1986 bis 1995 war die Sendung "Scream", immer dienstags im Wechsel mit "Graffiti" von 22:00 bis 0:00 Uhr ausgestrahlt.
Ein politische Botschaft hatte Metal nicht. Ich war allerdings 68er-beseelt und sah darin ein Statement gegen kommerzielle Musik und Mode, immerhin.
Metallica durfte ich 1987 live erleben, auf ihrer Master of Puppets-Tour, Slayer sah ich 1989, jeweils in der Essener Grugahalle.
Zu meinen Alben gehören heute:
- Deep Purple - Made in Japan
- Deep Purple - Perfect Strangers
- Deep Purple, Fireball
- Metallica- Ride The Lightning
- Metallica - And Justice for all
- Metallica - Garage days - revisited (genial!)
- Slayer -Reign in Blood (s. Bild->)
- Slayer, Live Undead
- S.O.D. - Speak English or Die
- Whitesnake, Saints & Sinners
- D.R.I.
- Razor.
- Blue Cheer
- MC 5 - Kick out the Jams -------->
-MC5 - High Time
- Iggy & The Stooges, Raw Power
- Golden Earring, Eight Miles High
- Led Zeppelin, The Song remains The same
- Led Zeppelin (die mit "Stairway To Heaven")
- Meat Loaf, Bat Out Of Hell
- Alice Cooper
Auf Cassetten tummelten sich:
- Scorpions
- ACDC
- Metallica - Kill'em'All
- Metallica - Master of Puppets (beide Alben sind spitze!)
- Megadeth
- Sepultura
- Motörhead
- Guns'n'Roses
Gebe zu, viele "Oldies" dabei.
Nun, dann kamen die 90er, Kurt Cobain betrat die Bühne, desgleichen Smashing Pumpkins, Pearl Jam und Rage against the machine....
Aber das ist wieder ein anderes Kapitel.....
M.Kupfer
von M.Kupfer
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